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Gemeinde Hardheim
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Suippes (F)


Partnerschaft Suippes/Frankreich - Hardheim

Im Zuge der deutsch-französischen Verständigung nach dem Zweiten Weltkrieg kam auf französische Initiative hin eine Besprechung zwischen dem Präfekten des Departements Marne und dem Regierungspräsidenten des Regierungsbezirkes Nordbaden zustande, deren Gegenstand die Aufnahme freundschaftlicher Beziehungen zwischen einzelnen Gemeinden dieser beiden Verwaltungsbezirke war.

Mit Schreiben vom 3. Februar 1965 wurden Städte und Gemeinden des Regierungsbezirks Nordbaden vom Regierungspräsidenten befragt, wieweit sie eine Partnerschaft mit einem Gemeinwesen im Departement Marne eingehen wollten. In Hardheim wurde Interesse an einer Partnerschaft mit der französischen Stadt Mourmelon-le-Grand geäußert. Nachdem jedoch diese Gemeinde ihre Partnerschaft mit Philippsburg geschlossen hatte, war man in der Erftalgemeinde froh über den Vorschlag, eine Partnerschaft mit der Gemeinde Suippes in der Champagne zu begründen.

Dieser Vorschlag des Regierungspräsidiums beruhte insbesondere darauf, dass Suippes Garnisonstadt war und Hardheim ein solche werden sollte.

Der Hardheimer Bürgermeister Kurt Schmider betonte in einem Schreiben an das Regierungspräsidium am 31. März 1966 das Interesse an der Partnerschaft mit Suippes und erhielt die ersten Angaben über diese Gemeinde, die mit 3000 Einwohnern Mittelpunkt eines landwirtschaftlichen Gebietes ist. Sie liegt 40 km östlich der Stadt Reims und 23 km nordöstlich von Chalons-sur-Marne.

Anschließend gingen Details über die Erftalgemeinde nach Suippes und von dort kam vom 23. Juli 1966 ein Schreiben, in dem die Freude über die Begründung der Partnerschaft zum Ausdruck gebracht wurde.

Mit dem Partnerschaftstreffen in Heidelberg und Karlsruhe am 30. September /1. Oktober 1966 erfolgte die offizielle Begründung der neuen Partnerschaften und die Proklamation der Einzelpartnerschaften.

Die Repräsentanten aus Suippes nutzten die Gelegenheit und den Aufenthalt in Deutschland gleichzeitig zu einem Besuch in Hardheim. Bürgermeister Tintier, die beiden stellvertretenden Bürgermeister, der Direktor der größten Firma Suippes sowie ein Vertreter der Militärverwaltung wurden in Hardheim herzlich willkommen geheißen und durften bei dem freundlichen Empfang erkennen, dass die Bereitschaft und Bemühung um Völkerverständigung und Völkerfreundschaft in der Erftalgemeinde gegeben war.

Bürgermeister Schmider betonte, dass man von dem Willen beseelt sei, sich näherzukommen und echte Freundschaft zu schließen; er bezeichnete außerdem die Bemühungen um europäische Zusammenarbeit als wichtiges Ziel.

Bürgermeister Tintier verdeutlichte in seinen Ausführungen, dass alle Leute seines Ortes Freundschaft mit den Deutschen wünschten; in Frankreich seien alle Herzen offen für diese Freundschaft.

Nach der Rückkehr nach Suippes bedankte sich der Bürgermeister für die herzliche Freundlichkeit, die die französische Delegation in Hardheim erfahren hatte. Er zeigte sich überzeugt davon, dass eine gute Basis zu einer fruchtbaren Partnerschaft geschaffen wurde und dass Beziehungen freundschaftlicher Art zwischen den Einwohnern der beiden Gemeinden wachsen könnten.

In Hardheim wurde man auch aktiv: auf Einladung von Bürgermeister Schmider fanden Besprechungen wegen des Ausbaues und der Pflege der Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Suippes statt, zumal für 19. /20. November der Besuch einer Hardheimer Delegation bevorstand und für das darauffolgende Jahr der Besuch von rund 80 Personen aus Suippes in Aussicht gestellt werden konnte.

Auf breitere Basis ausgedehnt wurde die Partnerschaft, als dieser angekündigte Besuch mit Musikern, Vertretern der Stadtverwaltung, ehemaligen Frontkämpfern, Vertretern der Feuerwehr und der Jugendvereinigung vom 25. bis 27. August 1967 realisiert wurde und viele Bande der Freundschaft geknüpft wurden.

In der Folgezeit ergaben sich mancherlei Kontakte zwischen Gruppen und Vereinen; der Hardheimer Gegenbesuch in Suippes wurde auf Wunsch der französischen Partner hin verschoben und mit etwa 100 Teilnehmern in Begleitung von Bürgermeister Ernst Hornberger im Jahre 1978 realisiert. Als Nachfolger von Kurt Schmider war er ebenfalls nachdrücklich um die Pflege dieser Partnerschaft bemüht. Gegenseitige Einladungen zu verschiedensten Ereignissen wurden sowohl von Vertretern der Gemeinden als auch von Vereinsvertretern angenommen. Außerdem entwickelte sich ein regelmäßiger Schüleraustausch zwischen der Walter-Hohmann-Realschule Hardheim und dem C.E.G. Suippes, wobei dieser nicht nur dazu dient, Fremdsprachen in der Praxis zu üben, sondern insbesondere auch das Verständnis und die Freundschaft zwischen jungen Menschen aus Frankreich und Deutschland zu fördern.

Vertieft wurde die Partnerschaft im Oktober 1998 durch einen Besuch der Hardheimer Delegation anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Partnerschaft Suippes und Hardheim. Bürgermeister Fouquet, der erstmals die Delegation anführte, betonte, dass er die freundschaftlichen Bande, die seine Vorgänger knüpften, weiter führen wolle.

Höhepunkt der jahrelangen Partnerschaft zwischen den beiden Gemeinden Hardheim und Suippes war mit Sicherheit das Partnerschaftstreffen anlässlich der 950-Jahrfeier der Gemeinde Hardheim im Mai 2000, bei dem neben Suippes (Frankreich) auch die Partnergemeinde Müntschemier (Schweiz) anwesend war.

Bürgermeister Fouquet konnte seine Amtskollegen Jean Huguin (Suippes) und Walter Allenbach (Müntschemier) sowie eine große Zahl von Gästen begrüßen.

Im Rahmen dieses Partnerschaftstreffen wurde der neu gestalte Schlossplatz offiziell seiner Bestimmung übergeben. Als Zeichen der Verbundenheit zwischen den Gemeinden Hardheim, Suippes und Müntschemier, wurden die Wappen der drei Gemeinden, die in den Boden des Schlossplatzes eingearbeitet wurden, durch die Bürgermeister Fouquet, Huguin und Allenbach enthüllt.

Hierdurch wurde neben dem Austausch der Partnerschaftsurkunden sowie der Aufstellung von Partnerschaftsschildern an den Ortseingängen ein weiteres Symbol der Partnerschaft erstellt, welches nachdrücklich und öffentlich die Verbundenheit, die Jumelage zwischen den Gemeinden dokumentiert.

Die Bemühungen der Bürgermeister, der Gemeindeverwaltung, der Vereine und vieler Hardheimer bieten die Gewähr, dass diese Partnerschaft auch in Zukunft Bestand haben wird, um freundschaftliche Kontakte und gegenseitiges Verständnis zu fördern.



Hardheim im fränkischen Odenwald
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