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Gemeinde Hardheim
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Bretzingen


Panorama Bretzingen
Gemarkungsgröße: 897,16 ha

Herkunft des Ortsnamens
Der Ortsname bedeutet: Dorf oder Heim des Brezing, des Glänzenden.

Geschichte in Kürze
Bereits in den Jahren 1050 bis 1150 wurde eine kleine Eigenkirche (Kapelle) in Bretzingen im Traditionsverzeichnis des Klosters Amorbach urkundlich erwähnt. Im Hochmittelalter war Bretzingen Amorbacher Grundbesitz. Es gehörte 1267 dem Niederadelsgeschlecht der Ketel v Bretzingen im Gefolge der Herren v. Dürn. 1294 gehen die Oberhoheitsrechte der v. Dürn durch Verkauf an Kurmainz. Ein Kethel v. Bretzingen, 1267, und ein H. Kethel in Bretzingen erscheinen 1322-1333 ebenso ein Walterus v. Hartheim 1335 - 1345, mit Besitz in Bretzingen in Würzburger Urkunden- und Lehensbüchern. Erwähnung findet 1408 »Heincz Stumpff v. Sweinbergs muln gelegen zu Breczikein«, im Kopialbuch des Klosters Amorbach.

»1409 kam eine Hälfte der Ortsherrschaft als Würzburger Lehen in den Besitz Werner v. Hardheim. 1465 erwarben diese die Rüdt v. Bödigheim von Hermann v. Stettenberg. Die zweite Hälfte war «rosenbergisch» und ging im 15. Jh. zunächst zwangsweise, 1556 endgültig an die Familie v. Hardheim über. « Dabei machen kleinere Besitzwechsel durch Verpfändung, Rückkaufsrecht, Tausch, Verkauf und Schenkung innerhalb von zwei Jahrhunderten die Besitzverhältnisse oft undurchsichtig.

Mit dem Aussterben derer v. Hardheim, 1607 erfolgte der Heimfall der Würzburger Lehen. Auch die Rüdt v. Bödigheim traten ihren Besitz an Würzburg ab. 1656 verzichtete Kurmainz vertraglich auf seine Rechte in Bretzingen samt der Zuständigkeit zur Zent Walldürn. Die Dorfgemeinde gehörte von nun an zu dem neu errichteten würzburgischen Amt Hardheim und kam mit diesem 1803 an Leiningen und 1806 an Baden. Unter badischer Landeshoheit gehörte die Gemeinde 1813 zunächst zum Bezirksamt Walldürn, dann 1872 Wertheim, 1879 Buchen.
Das Kloster Amorbach erscheint nicht als Patronatsherr der Bretzinger Kirche, sondern das Domkapitel Würzburg. Patrozinium St. Sebastian und St. Veit. Pfarrkirchenneubau 1698-1701 im Barockstil. Das am Hauptportal gezeigte Bischofswappen ist das Amtswappen Johann Gottfried v. Guttenberg (1684 - 1698), der nach Beginn des Kirchenbaues verstorben war.

Vor 150 Jahren hatte Bretzingen 130 Morgen (40 ha) Rebfläche. Diese straßendorfähnliche Talsiedlung hat nach 1970 wesentliche Fortschritte in der Infrastruktur erreicht, u. a. Verbesserung und Verlegung der Durchgangsstraße (Autobahnzubringer), Erschließung von drei Neubaubereichen im Norden, in Tal- und Hanglage.



Hardheim im fränkischen Odenwald
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